SV Empor Berlin Der Kiezclub

Empor-Talk #3 mit Wiebke Niemann und Sven Tetzlaff

12. Juli 2020
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Teammanagerin Wiebke Niemann und Trainer Sven Tetzlaff

Nach den Gesprächen mit unserem Abteilungsleiter und einem der dienstältesten Mitglieder, möchten wir uns im dritten Interview nun unserer neu hinzugewonnen Frauenabteilung widmen. Im Doppelinterview mit der Teammanagerin Wiebke Niemann und dem Trainer Sven Tetzlaff lernen wir unsere Ladies besser kennen!

 

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1.Frauen - Teamfoto

Hallo Wiebke, Hallo Sven. Das erste Jahr bei Empor und dann gleich so turbulent. Wie geht es Euch persönlich und unserem Frauenteam in der Corona-Krise?

 

Wiebke: Danke der Nachfrage! Uns geht es soweit allen gut und niemand ist erkrankt. Wir haben immer über Onlinetelefonate Kontakt gehalten. Nach den ersten Lockerungen haben wir uns dann zu einer Radtour getroffen, da wir gerade auch neben dem Platz ein enges Verhältnis haben. Und mittlerweile durften wir ja zumindest unter Einhaltung der Abstandsregeln auch wieder auf dem Platz trainieren.

 

Sven: Mir geht es soweit auch gut und sowohl beruflich als auch privat hat sich zum Glück nichts zum Schlechten verändert. Der Verzicht auf den Fußball hat aber natürlich gerade aufgrund der fehlenden sozialen Kontakte ein ganz schönes Loch gerissen. Daher haben wir uns umso mehr gefreut, in den vergangenen Wochen zumindest wieder trainieren zu können. Ab dieser Woche sind wir jetzt aber erst einmal in der Sommerpause und hoffen dann ab Ende Juli auch wieder mit Kontakt spielen zu dürfen.

 

Als Verein freuen wir uns natürlich sehr, dass wir endlich auch wieder mit einer weiblichen Mannschaft am Spielbetrieb teilnehmen. Erzählt uns doch mal, wer eigentlich den Stein ins Rollen gebracht hat und wie daraus dann unsere 1.Frauen entstanden ist?

 

Wiebke: Das ist eine gute Frage. Irgendwie hat eins zum anderen geführt. Durch meine Nachmittagsbetreuung von zwei Jungs, die bei Empor in der E-Jugend spielen, war ich regelmäßig am Platz. Durch meinen Freund bin ich dann auch mehr und mehr im Verein angekommen und wurde sehr gut aufgenommen. Dazu kam dann ein Fußballkurs in der Uni, bei dem wir Mädels uns kennenlernten und die Idee entstand, gemeinsam eine Frauenmannschaft zu gründen. Und nach der Rücksprache mit den Verantwortlichen ging es dann auch einfach los! Anfangs wurde es vielleicht noch etwas belächelt, aber nach über einem Jahr sind wir nunmehr ein gefestigtes Team und haben mit Sven einen Trainer gefunden, der uns auf der einen Seite sportlich fordert, aber vor allem auch menschlich sehr gut zu uns passt!

 

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Von Anfang an mit Spaß dabei

Euch als Verantwortliche möchten wir gerne auch persönlich besser kennenlernen. Wie seid Ihr denn eigentlich zu Empor gekommen? Was motiviert Euch sich ehrenamtlich zu engagieren? Und womit beschäftigt Ihr Euch, wenn es nicht um die schönste Nebensache auf der Welt geht?

 

Sven: Empor war für mich durch den positiven Ruf und die strukturierte Vereinsarbeit immer schon interessant, aber als Spieler und Trainer hatte es sich zuvor nicht ergeben. Mit dem Aufbau des Frauen-Teams war es dann soweit und ich freue mich ungemein diese spannende Aufgabe als verantwortlicher Trainer mit begleiten zu dürfen.

Auch neben dem Platz engagiere ich mich weiterhin ehrenamtlich, u.a. im Bundeswehrsozialwerk. Als Ausgleich gehe ich in meiner Freizeit gern angeln und finde dort meine Ruhe.

 

Wiebke: Wie ich zu Empor gekommen bin, habe ich ja schon berichtet ;) Am stärksten motivieren mich sicher der Zusammenhalt und die familiäre Atmosphäre in unserem Team. Neben dem Platz bin ich gerade im letzten Semester meines Studiums und bald ist es an der Zeit für die Masterarbeit, bevor es dann ins abschließende Referendariat geht.

Wenn mir hier mal alles zu viel wird, fahre ich gern in die Heimat an die Müritz und sammle abseits des Hauptstadttrubels neue Energie.

 

Zurück zum Team. Wie für eine neu gemeldete Mannschaft üblich, steigt man in der niedrigsten Spielklasse in den Spielbetrieb ein. Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen, scheint Ihr euren bisherigen Aufgaben absolut gewachsen zu sein und seid überwiegend erfolgreich.

Gebt unseren Lesern doch bitte einen Einblick über Eure die nunmehr abgebrochene Spielzeit! Und wo soll es aus Eurer Sicht perspektivisch denn mit den Empor-Ladies noch hingehen?

 

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Wiebke Niemann fokussiert am Ball

Wiebke: Danke! Ja, insgesamt haben wir eine relativ gute Hinrunde hingelegt, wenn man die anfänglichen Schwierigkeiten bedenkt. Unser Ziel war und ist definitiv der Aufstieg. Für die Rückrunde waren wir super aufgestellt und fit. Leider machte uns da jemand einen Strich durch die Rechnung, wie natürlich auch vielen anderen Teams.

Perspektivisch sehen wir uns aber definitiv in einer höheren Spielklasse, auch auf Grund einiger erfahrener Spielerinnen. Dennoch stehen immer der Spaß und die Freude am Spielen für uns im Vordergrund.

Langfristig würden wir auch gern auf Großfeld spielen. Wann und ob das wirklich funktioniert, bleibt aber abzuwarten, da wir viele Studentinnen unter uns haben, bei denen der Verbleib in Berlin meist nur auf Zeit ist. Da ist dann auch immer ein weinendes Auge mit dabei.

 

Sven: Aus Trainersicht erkennt man in jedem Training, dass die Mannschaft auf der einen Seite Spaß am Fußball hat, aber vor allem auch sportlich etwas erreichen möchte. Was mich freut ist, dass die Spielerinnen bei jedem Training top motiviert und zielstrebig sind. Darüber hinaus steckt in jeder Spielerin viel Potenzial, sodass wir uns dementsprechend auch von Spiel zu Spiel gesteigert haben. Natürlich hätte es noch besser laufen können, aber durch die ein oder andere Verletzung oder (Heimat-)Urlaub unserer Studentinnen konnten wir nicht immer aus dem Vollen schöpfen.

Ohne die Corona-Krise hätten wir denke ich dennoch am Ende der Saison den Aufstieg erreicht, davon bin ich überzeugt. Aber da es jetzt eben nicht geklappt hat, greifen wir in der neuen Saison dafür umso mehr an!

 

Nachdem wir nun bestens über Euch informiert sind, möchten wir Euch als Neuzugänge natürlich auch fragen, wie Ihr Euch bei Empor aufgenommen fühlt! Wie spielt es sich für Empor? Wie werdet Ihr wahrgenommen? Was gefällt Euch besonders und was würdet Ihr Euch für die Zukunft noch ganz besonders wünschen?

 

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Sven Tetzlaff in Aktion

Sven: Die Mannschaft und auch ich persönlich fühlen uns sehr gut aufgenommen und freuen uns darüber ein Teil des SV Empor zu sein! Die Rahmenbedingungen stimmen absolut, sodass wir immer gerne zum Training und Spiel kommen. Für diese Unterstützung möchte ich mich bedanken und gemeinsam als Team wollen wir mit möglichst guten Leistungen etwas zurückgeben.

 

Wiebke: Empor ist einfach ein toller Verein! Mittlerweile fühlen wir uns so langsam angekommen und freuen uns, dass wir immer mehr Unterstützung bekommen. Mehr geht natürlich immer, sodass wir uns über gemeinsame Aktivitäten mit den Erwachsenenteams freuen würden, sobald das wieder möglich ist!

Für die tolle Zusammenarbeit und die Unterstützung bis hierhin möchte ich auch nochmal allen Verantwortlichen, insb. Carsten Maaß, Frank Lehnert und Mathias Stricker, ein riesiges Dankeschön aussprechen!

 

Wir sagen auch vielen Dank für Eure Zeit und Euren Einsatz!

Bis bald auf dem Platz, Gemeinsam Empor!